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Digitalisierung von Dias ...
Digitalization of color slides ... (Sorry, German text only - but have look at the instrumentation image - that's all...)

 

Digitalisierung von Dias über einfaches abfotografieren von der Projektionswand mittels Digitalkamera

Vorgeschichte

Durch Blättern in eigenen alten Katalogen von Amateurtelskopen und auf der Suche nach Informationen im Internet stieß ich unter anderem auf die Seiten von Holger Merlitz, welcher eine Rubrik mit weiteren alten Katalogen online gestellt hat: http://www.holgermerlitz.de/astro/astro_entrance.html
Das Herz hüpfte nun noch höher und ich kramte alte Dias aus. Hmmm... digitalisieren und scannen von Dias wäre auch noch so ein Hobby: kostet Zeit und Geld... Vor vielen Jahren hatte ich mal einen kleinen Scanner. Die Ergebnisse waren aber meist bescheiden (und sehr zeitaufwändig!). Eine andere Variante wären diese "Diaduplikatoren", welche man einfach statt Objektiv an die Kamera setzt. Bezüglich der erreichbaren Qualität (unter Beachtung entsprechender Beleuchungsverhältnisse) war ich mir aber auch unsicher, ob sich die Investition lohnt. Einen professionellen Dienst zu nutzen schien mir für meine Zwecke übertrieben.

Ich probierte etwas aus:
Warum nicht einfach das mittels Diaprojektor an die Wand geworfene Bild abfotografieren? Verzerrungen? Auflösung?
So entstanden die hier eingebundenen Bilder!

All zuviel zu beschreiben gibt es eigentlich nicht. Einfach mal ausprobieren und für sich selbst bestimmen, ob das Erreichte einen zufriedenstellt!

Aufbaubeschreibung
  • Hanimex Diaprojektor ca. 1984/1985
  • Objektiv 2.7/85 mm
  • Projektor auf Berlebach Ablageplatte / Fotostativ
  • Projektionsabstand ca. 3,2 m
  • Digitalaufnahme mit Sony Alpha 7S + Canon FD Zoom 35 - 105 mm bei ca. f 102 mm
  • Kamera ca. 30 cm hinter Projektorlinse unmittelbar über Diaprojektor auf Stativ platziert
  • Kamera: Entfernung zur Wand ca. 3,5 m (Rauhfasertapete!)
  • Blende: Zwischenwert von 5.6 - 8
  • Weißabgleich: meist auf "Schatten" (ausprobieren und ggf. andere Varianten testen)
  • ISO: meist 160
  • meist bis 2 Drittelstufen unterbelichtet (gegenüber Automatikmodus)
  • Kreativmodus: Standard, Wert für Kontrast meist  2 - 3 Stufen herabgesetzt
    (in der Bildkontrolle am Kameradisplay wirkten die "Originale" zunächst sehr kontrastreich, teils mit ausgebrannten Lichterzonen)
  • elektronischer Verschluß (Lautlosmodus)
  • Kabelfernauslöser (um eventuelle Verwacklungen zu vermeiden)
  • JPG-Modus (keine RAWs erstellt / bearbeitet)
  • Blasebalg, um ggf. Dias zu entstauben
  • (auf dem Objektiv saß noch ein Filter Hoya Red Enhancer (Dydimfilter) - den hab' ich einfach drauf gelassen...)

Aufbau Diaprojektor Digitalkamera

Nachbereitung
  • bei Bedarf Ränder beschneiden
  • bei Bedarf mit den Reglern von Helligkeit, Kontrast , Gamma, etc. etwas anpassen
  • bei Bedarf etwas die Farbkanäle verschieben (falls doch mal zu rot- oder grünstichig...)
  • für die Webanwendung auf eine maximale Breite von 900 Pixel herunterskaliert
Fazit
Bezüglich Verzerrungen (aufgrund der nicht exakten Übereinstimmung der optischen Achsen von Projektor und Kameraobjektiv) oder mangelnder Auflösung habe ich mit obiger Methode für meine Zwecke keine Einwände entdecken können. Auch die vorherrschende Skepsis der Nutzung einer Rauhfasertapete (!) als Projektionsfläche hat sich für meine Zwecke nicht negativ niedergeschlagen.
- Einen Diaduplikator werde ich mir nicht zulegen.
- Ein professioneller Scanservice kommt für meine Zwecke derzeit nicht in Betracht.
- Wenn ich mich wirklich einmal daran setzen will, meine alten Dias komplett zu archivieren, werde ich obige Methode anwenden. Für meine Zwecke scheint dies vollkommen ausreichend zu sein.

Ich wünsche fröhliches probieren!

Ergebnisbeispiele:
hier



Photographs and text are copyright ©2020 Olaf SQUARRA

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